Pilgern
"Beim Pilgern geht es nicht um Leistung, sondern um Einkehr, um offene Augen, offene Ohren und ein offenes Herz – für Gott und die Mitmenschen.
Pilgerwege können diese Offenheit lehren und von der besonderen Erfahrung des Pilgerns ein Impuls für den Alltag sein.
Denn auch hier sollen wir uns öffnen und bewusst im Glauben unseren Weg gehen: auf das Ziel zu, das uns Christus vorgegeben hat."
Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Kassel
Pilgerwege können diese Offenheit lehren und von der besonderen Erfahrung des Pilgerns ein Impuls für den Alltag sein.
Denn auch hier sollen wir uns öffnen und bewusst im Glauben unseren Weg gehen: auf das Ziel zu, das uns Christus vorgegeben hat."
Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Kassel
Ziele des Pilgerns
Pilgern ist eine der ältesten Formen des Unterwegsseins
Seit Jahrtausenden pilgern Menschen in fast allen Religionen zu heiligen Orten, um dort Gott oder einen Heiligen zu verehren, zu beten und Wandlung und Heilung zu erfahren. Im heutigen Hessen waren es vor allem das Grab des Heiligen Bonifatius in Fulda und das Grab der Heiligen Elisabeth in Marburg, die über Jahrhunderte viele Pilgerinnen und Pilger aus ganz Europa anzogen.
Seit Jahrtausenden pilgern Menschen in fast allen Religionen zu heiligen Orten, um dort Gott oder einen Heiligen zu verehren, zu beten und Wandlung und Heilung zu erfahren. Im heutigen Hessen waren es vor allem das Grab des Heiligen Bonifatius in Fulda und das Grab der Heiligen Elisabeth in Marburg, die über Jahrhunderte viele Pilgerinnen und Pilger aus ganz Europa anzogen.
Faszination des Pilgerns
Die Faszination und das Geheimnis des Pilgerns
liegen zunächst in der Fortbewegung auf den eigenen Füßen. Sie ist die dem Menschen ureigene und angemessene Art des Unterwegsseins und gibt wieder ein gutes Maß in einer maßlosen, schnelllebigen Zeit. Die Verbundenheit mit der Natur, nah am Boden und unter dem offenen Himmel, wirkt heilsam und belebend bis in die Tiefen von Leib und Seele. Geistliche Impulse und Rituale (Schweigen, Gebet, Meditation, Achtsamkeit) können zum Schlüssel der Selbst- und Gotteserfahrung werden und geben Orientierung auf dem Lebensweg.
liegen zunächst in der Fortbewegung auf den eigenen Füßen. Sie ist die dem Menschen ureigene und angemessene Art des Unterwegsseins und gibt wieder ein gutes Maß in einer maßlosen, schnelllebigen Zeit. Die Verbundenheit mit der Natur, nah am Boden und unter dem offenen Himmel, wirkt heilsam und belebend bis in die Tiefen von Leib und Seele. Geistliche Impulse und Rituale (Schweigen, Gebet, Meditation, Achtsamkeit) können zum Schlüssel der Selbst- und Gotteserfahrung werden und geben Orientierung auf dem Lebensweg.
Der Weg...
...ist das Ziel!
Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg dorthin waren den Pilgerinnen und Pilgern wichtig. Sie machten die Erfahrung, dass beim Gehen (wallen, Wallfahrt) etwas in ihnen in Bewegung, zum Fließen kam, was erstarrt und verhärtet war.
Auch die modernen Pilgerinnen und Pilger haben eine Sehnsucht nach Verwandlung und Erneuerung ihres Lebens.
Deshalb brechen sie auf, nehmen manchmal große Mühen auf sich, viele kehren erleichtert und verwandelt in ihren Alltag zurück.
Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg dorthin waren den Pilgerinnen und Pilgern wichtig. Sie machten die Erfahrung, dass beim Gehen (wallen, Wallfahrt) etwas in ihnen in Bewegung, zum Fließen kam, was erstarrt und verhärtet war.
Auch die modernen Pilgerinnen und Pilger haben eine Sehnsucht nach Verwandlung und Erneuerung ihres Lebens.
Deshalb brechen sie auf, nehmen manchmal große Mühen auf sich, viele kehren erleichtert und verwandelt in ihren Alltag zurück.
Aus: Manfred Gerland, "Faszination Pilgern. Eine Spurensuche."
Leipzig 2009. Zum Artikel
Leipzig 2009. Zum Artikel























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